Süß mögen wir von Natur aus, bitter eher nicht. Über Jahrzehnte wurden viele Gemüsesorten so gezüchtet, dass sie milder schmecken. Dabei haben Bitterstoffe einiges zu bieten.
Was Bitterstoffe im Körper anstoßen
Schon der bittere Geschmack auf der Zunge bringt die Verdauung in Schwung. Der Körper bildet vermehrt Speichel und Verdauungssäfte. Das kann helfen, auch schwerere Mahlzeiten besser zu verarbeiten.
Wo besonders viele stecken
Du musst keine teuren Tropfen kaufen, viele Bitterstoffe wachsen ganz normal im Gemüseregal:
- Chicorée, Radicchio und Rucola im Salat
- Löwenzahn und Endivie als kräftige Beilage
- Artischocke, Grünkohl und Rosenkohl als Gemüse
- Kräuter wie Rosmarin, Salbei und Thymian
So gewöhnst du dich an den Geschmack
Wenn dir bitter zu viel ist, taste dich langsam heran. Mische bittere Blätter unter milden Salat oder kombiniere sie mit etwas Süße wie Apfel oder einem Dressing mit Honig. Mit der Zeit gewöhnt sich der Gaumen daran.
Ein kleiner bitterer Salat vor dem Hauptgang ist eine schöne alte Idee. Er bringt die Verdauung in Gang, bevor das schwere Essen kommt.
Wann du aufpassen solltest
Bitterstoffe aus Lebensmitteln sind für die meisten unproblematisch. Bei Magengeschwüren, Sodbrennen oder in der Schwangerschaft solltest du konzentrierte Bitterpräparate aber nur nach Rücksprache verwenden.